PRESSEMITTEILUNG : Was für eine Farce!

Erst blockieren, um sich dann als sportpolitische Retterin zu inszenieren.

 

Nachdem GemeindeSportBund, TSV Seelscheid und SPD sowie die Presse publik gemacht haben, dass die Realisierung der KulTurnhalle in Seelscheid ernsthaft auf dem Spiel steht, weil die politische Mehrheit in unserer Gemeinde blockiert, geriert sich diese nun seit dem Wochenende öffentlich als sportpolitische Retterin.

Aber es sind andere, die das Projekt KulTurnhalle und die betroffenen Vereine/Bürger:innen von Anbeginn unterstützt haben!

In ihrer Beschlussvorlage für den Ausschuss Ortsentwicklung, Sport und Kultur am 18.01.2022 sprach sich die Verwaltung eindeutig für eine Umsetzung der bereits seit 2018 im ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) projektierten Maßnahme aus. Die SPD unterstützte den Verwaltungsvorschlag, der ausführliche und entscheidungsreife Unterlagen beinhaltete.

Das in der Ausschusssitzung von der politischen Mehrheit bemängelte Fehlen von Unterlagen, um eine Entscheidung pro oder contra KulTurnhalle treffen zu können, war deren erneuter Versuch, das „Projekt KulTurnhalle“ durch zeitliches Taktieren zu stören. Denn bereits im Nachgang zum Strategiegespräch am 21.09.2021, an dem neben dem Büro DSK (beauftragtes Büro zur ISEK-Evaluierung) und der Verwaltung auch fast alle Fraktionen teilnahmen, wurden Unterlagen im Oktober 2021 nachgereicht und zur Verfügung gestellt.

Nun soll im Haushalts- und Finanzausschuss (HuFa) am 02.02.2022 erneut über das Projekt KulTurnhalle entschieden werden. Im HuFa muss zudem auch ein Beschluss zur Einstellung der erforderlichen Planungskosten in Höhe von 225.000 EUR gefasst werden. Ansonsten können die europaweit auszuschreibenden Planungsleistungen nicht zeitgerecht beauftragt und kann der Antrag für die städtebaulichen Fördermittel im Rahmen von ISEK bis spätestens 30.09.2023 nicht erfolgen.

Das würde das AUS für die KulTurnhalle in Seelscheid bedeuten und den TSV Seelscheid - als mitgliederstärksten Verein in unserer Gemeinde - vor existentielle Probleme stellen, wenn der Betrieb der abgängigen (maroden) Kleinen Halle an der Grundschule am Wenigerbach eingestellt werden müsste.

Es ist also bereits fünf vor zwölf (!) und nur zügige, politisch gemeinsam getragene Entscheidungen können die sportliche und kulturelle Vielfalt und Zukunft im Hauptort Seelscheid fortschreiben.

Petra Wolter
(Vorsitzende) für den GSB Neunkirchen-Seelscheid e.V.
Januar 2022

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