GemeindeSportBund Neunkirchen-Seelscheid
Nachdem Bürgermeister Meng noch in der Lenkungsausschusssitzung vom 06. Juli 2011 versichert hatte, die erforderlichen Anträge seien beim Straßenverkehrsamt gestellt und die Genehmigungen eingeholt worden, wurde dem GemeindeSportBund am 15. Juli 2011 durch Bürgermeister völlig überraschend mitgeteilt, das die Veranstaltung „Autofreies Wahnbachtal“ abgesagt werde.
Im Frühjahr 2009 wurde im Gemeindesportbund (GSB) der Gedanke geboren, einen Aktionstag „ Autofreies Wahnbachtal“ ins Leben zu rufen. Die Aktion wird von den Bürgermeistern der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid und Much befürwortet ebenso wie vom Straßenverkehrsamt, Abteilung Verkehrssicherung und den Mitgliedsvereinen.
Der Aktionstag „Autofreies Wahnbachtal“ wollte der Bevölkerung das Wahnbachtal naturbelassen und autofrei zum Befahren mit Fahrrädern und Inlinern sowie zum Wandern und Joggen, Walken zur Verfügung stellen. Ein Parcour für Inliner und ein Geschicklichkeitsturnier für Radler sollten als Attraktion mit eingebunden werden, ebenso ein Pannenservice für Fahrräder mit einer Ausstellung aktueller Modelle (E-Bikes) sowie einzelner Verpflegungsstände der GSB-Mitgliedsvereine. Ebenso waren Geschäftsleute entlang der Strecke in das Konzept eingebunden.
Auf ausdrücklichen Wunsch von Bürgermeister Meng sollte der Aktionstag „Autofreies Wahnbachtal“ in Kombination mit dem „Bergischen Wanderfest“ 2010 durchgeführt werden. Mit Schreiben vom 10. März 2010 erklärte Herr Meng, dass das„Bergische Wanderfest“ aus finanziellen Gründen nicht stattfinde. Der GSB gab diese Entscheidung in seiner Mitgliederversammlung am 25.03.2010 bekannt und legte die Planung für 2010 erst einmal auf Eis. Im April 2010 hieß es plötzlich dann doch, dass das„Bergische Wanderfest“ stattfinde. Auf Grund dieses kurzfristigen „rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ war es dem GSB, der ja auf die Unterstützung seiner Mitgliedsvereine angewiesen ist, nicht mehr möglich, die Organisation für 2010 zu gewährleisten. Das „Autofreie Wahnbachtal“ war somit, trotz der vielen vorbereitenden Maßnahmen, für 2010 gestorben.
Anfang 2011 wurde die Idee wieder aufgenommen und wiederum mit viel Zeitaufwand vorbereitet. Die erstmalige Durchführung des „Autofreien Wahnbachtal“ wurde dann für den 11. September 2011 in Kombination mit dem „Bergischen Wanderfest“ vereinbart. Ziel war, möglichst viele Menschen für diese Veranstaltung anzusprechen und die Kosten gering zu halten. In der Sitzung des Lenkungsausschusses (Gemeinde und Tourismusverein) am 30. März 2011 erklärte der Lions Club, dass er sich mit seiner traditionellen „Tour der Hilfe“ der Veranstaltung „Autofreies Wahnbachtal“ anschließen und damit ein zusätzliches Highlight schaffen werde. In der Lenkungsausschusssitzung vom 12. Mai 2011 erklärte Bürgermeister Meng: “Die Gemeinde wird für die Gesamtveranstaltung die verkehrsrechtliche Genehmigung beantragen“.
Anfang Juli 2011 erreichte den GSB die Nachfrage des Straßenverkehrsamts, wann denn von Seiten der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid der angekündigte Antrag gestellt werde. Die zugesagte Antragstellung durch die Gemeinde sei bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgt.
Bürgermeister Meng erklärte dagegen in der Lenkungsausschusssitzung am 06. Juli 2011,
die erforderlichen Anträge seien beim Straßenverkehrsamt gestellt und die Genehmigungen eingeholt worden. Wenn man zu diesem Zeitpunkt eventuell noch von einer Überschneidung ausgehen konnte, hat die Gemeinde dann aber mehr als sechs Wochen benötigt, um einen Antrag zu erstellen. Eine wahrlich großzügige Zeitplanung!
Am 15. Juli 2011 wurde dem GSB dann von Bürgermeister Meng die Absage des „Autofreien Wahnbachtal“ mitgeteilt. Grund hierfür sei ein für die Absperrung notwendiger fünfstelliger EUR-Betrag, den die Gemeinde nicht aufbringen könne und auch nicht aufbringen wolle.
Weshalb fällt der Gemeinde das erst nach einem halben Jahr Planungsarbeit auf?
Diese Entscheidung wurde willkürlich und ganz kurzfristig gefällt, ohne dass der GSB eine Chance hatte, durch Sponsoren die erforderlichen Mittel einzuwerben, und das am Tage der Deadline für die Drucklegung des Veranstaltungsflyers.
Hier wurden zwei Jahre ehrenamtliche Vorbereitungsarbeit des GSB, der Mitgliedsvereine und von Geschäftsleuten einfach abgewürgt.
Wo hat es da gehakt? Warum diese Entscheidung?
Ist die Verwaltung, beim Bürgermeister angefangen, mit solch einer Veranstaltung überfordert oder besteht nicht wirkliches Interesse, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, zu unterstützen? Sind Lippenbekenntnisse ausreichend?
War das „Autofreie Wahnbachtal“ schon immer eine Streichposition in den Augen des Bürgermeisters? Seine herablassenden Äußerungen im Rat lassen darauf schließen. Es darf scheinbar nur umgesetzt werden, was den Gedanken des Herrn Bürgermeisters entspringt, alles andere darf anscheinend, trotz höchstem Engagement ehrenamtlich Tätiger, ruhig in den Papierkorb entsorgt werden.
So fördert man kein Engagement der Bürger, damit fördert man Frust und Ablehnung gegenüber den „politisch Verantwortlichen“.
Vorstand des GemeindeSportBund Neunkirchen-Seelscheid e. V.